V2H, V2G: Die Elektrizität des eigenen Autos als Haushaltsstrom nutzen

In Zukunft wird es möglich sein, den in der Batterie Ihres Elektroautos gespeicherten Strom bei Ihnen zu Hause einzuspeisen, um Ihr Haus zu beleuchten oder Ihre Haushaltsgeräte zu betreiben. Er kann sogar ins Netz zurückgeliefert werden (Vehicle to Grid – V2G). Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist, entwickeln sich die Modelle und Technologien schnell und diese Ansätze bieten zahlreiche Vorteile.

Borne de recharge électrique représentant l'utilisation de l'électricité de sa voiture pour des usages domestiques.

Bei der Energiewende, die wir erreichen müssen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen, unsere Anwendungen zu elektrifizieren, da die Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen keine Treibhausgase freisetzt.

Bei der Mobilität geht es bereits in Richtung Elektroantrieb. Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Elektroauto, das sie regelmäßig aufladen, sei es zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einer öffentlichen Ladestation.

Gut zu wissen

Im Kontext dieser Energiewende besteht die Herausforderung darin, die verfügbare Energiemenge mit dem Marktbedarf in Einklang zu bringen. Photovoltaikanlagen produzieren tagsüber Energie. Für Windkraftanlagen braucht es Wind. Deshalb müssen die Kapazitäten zur Stromspeicherung ausgebaut werden, damit der Überschuss an erzeugter Energie gespeichert dann wieder zur Verfügung gestellt werden kann, wenn er am dringendsten benötigt wird.

Wenn Ihr Auto zum Stromspeicher wird

Im Zuge dieses Wandels wird sich die Zahl der Stromspeicher vervielfachen. Für den Eigenverbrauch müssen nach und nach Batteriespeicher in die Privathaushalte integriert werden.

Nun verfügt jedes Elektrofahrzeug über eine Batterie mit einer mehr oder weniger großen Reichweite. Die Batterie wird nur beim Fahren beansprucht. In der übrigen Zeit speichert sie Energie, die anderweitig genutzt werden könnte.

Beim Vehicle-to-Home-Modell (V2H) ist die Idee, die Fahrzeugbatterien als Stromspeicher zu nutzen und die Energie gegebenenfalls in den Haushalt einzuspeisen, um den täglichen Bedarf, wie zum Beispiel Fernsehen, Beleuchtung, Kochen, Putzen usw., zu decken. In diesem Fall dient die Fahrzeugbatterie als Energiespeicher.

Die Elektrizität aus dem Auto ins Netz einspeisen

Das Vehicle-to-Grid-Modell (V2G) sieht sogar eine Netzeinspeisung des in der Fahrzeugbatterie gespeicherten Stroms vor. Anders gesagt könnten Sie tagsüber (wenn die Sonne scheint oder wenn die Energie verfügbar und darum günstig ist) Energie in Ihrem Auto speichern, um sie dann wieder ins Netz einzuspeisen, wenn sie am meisten gebraucht wird (und am teuersten ist).

Mit diesen Modellen können alle potenziell Einsparungen erzielen.

Die Einführung dieser Modelle birgt Chancen im Rahmen der Energiewende. Es ist möglich, via Elektroautos die Stromspeicher zu vervielfachen. Auf diese Weise kann das Netz besser ausgeglichen werden.

Welche Ausrüstung braucht man, um den Strom aus dem eigenen Auto zu Hause zu nutzen?

Es besteht kein Zweifel, dass es diese Modelle in Zukunft geben wird. Die Technologie ist mittlerweile weitgehend ausgereift. Allerdings erfordern diese Ansätze eine spezifische Ausrüstung.

Zunächst einmal muss eine bidirektionale Ladestation installiert werden, die sowohl in der Lage ist, die Batterie Ihres Fahrzeugs zu laden als auch den gespeicherten Strom zurückzugewinnen, um ihn anderweitig zu verteilen. Solche Modelle sind bereits auf dem Markt.

Andererseits muss Ihr Fahrzeug in der Lage sein, den in seiner Batterie gespeicherten Strom umzuverteilen. Die meisten Autohersteller arbeiten aktuell an Möglichkeiten, die Autobatterie zu anderen Zwecken zu verwenden. Allerdings gibt es derzeit nur wenige Fahrzeugmodelle, bei denen eine Umverteilung des Stroms für andere Zwecke möglich ist.

Eine schrittweise Einführung dieser neuen Modelle

Die Entwicklung von V2H uns V2G wird progressiv und vom Rhythmus abhängig sein, in dem sich jeder Einzelne diese Technologien zu eigen machen kann.

Auch die Konsumgewohnheiten werden sich entwickeln. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Fahrzeugladung für dann einzuplanen, wenn die Energieproduktion am größten ist, und die Umverteilung zu unterstützen, wenn es zu Verbrauchsspitzen kommt. Dazu muss ein dynamisches Lade- und Verteilungsmanagement gefördert werden, das auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Nutzers abgestimmt ist.

Automatisierte Systeme sollten zum Beispiel in der Lage sein, abends die Verteilung des Stroms aus der Batterie im Haus zu verteilen und dann eine Ladung zu starten, um die Reichweite des Autos am nächsten Morgen zu garantieren.

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Your page rank: