Fragen und Antworten zu Photovoltaik in Luxemburg

Wie lange ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage? Wie kann man einen optimalen Ertrag erzielen? Sollte man Solarmodule versichern? Wie müssen sie gewartet werden? Wir beantworten Ihre Fragen.

Die Installation von Solarmodulen ist aus vielerlei Hinsicht interessant. Dank der Prämien, die der luxemburgische Staat sowie einige Gemeinden heute anbieten, verringert sich die Investition zulasten des Besitzers und kann unter Umständen mit der Zeit amortisiert werden.
Die Erzeugung von Strom zum Eigenverbrauch entlastet zudem Ihre Stromrechnung und macht Sie unabhängiger von der Entwicklung der Marktpreise. Als Besitzer einer Photovoltaikanlage haben Sie außerdem die Möglichkeit, den erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen und zu verkaufen.

Lesen Sie auch folgenden Artikel (auf Französisch): Eigenverbrauch: Weshalb Sie sich für eine Photovoltaikanlage mit einem einzigen Zähler entscheiden sollten

Auf der Website von Enovos finden Sie zahlreiche Informationen zu den Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten, wenn Sie eine Photovoltaikanlage in Ihrem Zuhause installieren.

In diesem Artikel möchten wir jedoch auf einige wichtige Fragen eingehen, die zwar seltener gestellt werden, aber dennoch durchaus berechtigt sind.

Wie lange ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?

Dies ist eine entscheidende Frage, die Sie sich bestimmt gestellt haben, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine Photovoltaikanlage einzubauen. Anhand der Kosten für die Anlage, der Prämien, die Sie erhalten, und der Energiegewinne, die Sie dadurch erzielen, können Sie leicht berechnen, wie lange es dauert, bis sich Ihre Investition amortisiert hat. Um die zu erwartende Investitionsrendite, d. h. die finanziellen Gewinne, zu ermitteln, müssen Sie jedoch die Lebensdauer der Anlage abschätzen können.

Die Garantien der Hersteller von Solarmodulen belaufen sich auf 10 bis 25 Jahre, je nach eingesetzter Technologie und Qualität der Materialien. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Lebensdauer dieser Anlagen weitaus höher liegt: Bei ordnungsgemäßer Wartung beträgt sie etwa 30 Jahre, in manchen Fällen sogar 40 Jahre.

Zu beachten ist, dass die Paneele zwar sehr langlebig sind, andere Komponenten jedoch regelmäßiger erneuert werden müssen. So sollte beispielsweise der Wechselrichter alle 8 bis 12 Jahre ausgetauscht werden.

Sollte man Solarmodule versichern?

Zunächst einmal müssen Sie wissen, dass die Hersteller der Elemente, aus denen Ihre Photovoltaikanlage besteht, für eine bestimmte Zeit Garantien anbieten. Auch die Installateure können Garantien in Bezug auf den Betriebszustand der Anlage gewähren.

In Luxemburg besteht keine Versicherungspflicht für Solarmodule. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht uninteressant. Es ermöglicht insbesondere, sich gegen Risiken abzusichern, die nicht durch die Garantie abgedeckt sind. Beispielsweise könnten Unwetter wie Schneefälle oder Hagel Ihre Anlage beschädigen. Daher wird empfohlen, eine Police abzuschließen, die verhindert, dass Sie hohe Reparatur- und Ersatzkosten selbst tragen müssen. Oft ist ein solcher Schutz bereits in Hausversicherungen enthalten.

Darüber hinaus bieten einige Versicherungen Pakete an, die darauf abzielen, die Rentabilität der Installation zu garantieren. Sie bieten Ihren Kunden die Möglichkeit, Kompensationen zu erhalten, wenn die tatsächliche Energierendite von der erwarteten abweicht.

Wie kann den Ertrag meiner Solarmodule optimieren?

Der Ertrag Ihrer PV-Module hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Vor der Installation ist es wichtig, die Ausrichtung und Neigung der Anlage zu berücksichtigen. Diese Faktoren sind unabhängig von Qualität, Leistung und Fläche der Anlage entscheidend, um die Produktion der Solarmodule zu optimieren. Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, dass kein Element einen Schatten wirft, der die Stromerzeugung bestimmter Solarzellen hindern würde.

Mit der Zeit kann die Rendite durch die Akkumulation von Partikeln oder Staub in der Anlage beeinträchtigt werden. Es ist deshalb notwendig, sie regelmäßig zu reinigen. Um eine optimale Leistung zu garantieren, ist es auch wichtig, die zugehörigen Vorrichtungen, wie den Wechselrichter, zu warten.

Wie müssen Solarmodule gewartet werden?

PV-Module sind nicht sehr wartungsintensiv. In Luxemburg regnet es häufig genug, sodass sich der Staub nicht festsetzen kann. Die Solarmodule sind mit einer dünnen, selbstreinigenden Schicht überzogen. Diese sorgt bei Regen dafür, dass sich Wasserperlen bilden, die an der Oberfläche abgleiten und die Partikel mit sich fortführen.

Allerdings können bestimmte Verschmutzungen, wie beispielsweise Vogelkot, gewisse Feinpartikel oder Staub, hartnäckiger sein. Je nach Wohnort können die Paneele mit der Zeit mehr oder weniger stark verschmutzen. Deshalb wird eine Reinigung der Anlage etwa alle zwei Jahre empfohlen. Diese erfolgt mit demineralisiertem Wasser und einem weichen Schwamm. Es ist unbedingt zu vermeiden, abrasive Substanzen und Materialien zu verwenden, da diese die Oberfläche der Solarmodule beschädigen können.

Neben den Solarmodulen ist auch die Wartung des Wechselrichters wichtig. Dieser Teil der Anlage ist empfindlicher. Die Wartung sollte von einem Fachmann durchgeführt werden.

Ist es bei einem Umzug möglich, die Solarmodule mitzunehmen?

Sie haben kürzlich PV-Module auf Ihrem Zuhause installieren lassen und müssen bald umziehen? Sie sollten wissen, dass es nicht möglich ist, Ihre Photovoltaikanlage auf ein anderes Dach zu versetzen. Wenn Sie Eigenheimbesitzer sind, ist die Lösung, Ihre Liegenschaft mitsamt der Anlage zu verkaufen. Dadurch steigt auch der Wert des Objekts.

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