Die Treibstoffpreise steigen an und Sie sind bestimmt auf der Suche nach Möglichkeiten, um Energie zu sparen. Wussten Sie, dass dies möglich ist, indem man einige einfache Dinge am Steuer beachtet?

Haben Sie schon von Eco-Driving oder von energiesparender Fahrweise gehört? Es lohnt sich, diesen Fahrstil zu kennen, denn Sie können damit bis zu 20 % Kraftstoff einsparen! Das ist nicht nur gut für Ihren Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt, denn auch Ihre CO2-Emissionen sinken dadurch drastisch.

Die Grundregeln der energiesparenden Fahrweise

In den letzten Jahren wurden verschiedene Experimente durchgeführt, um herauszufinden, mit welchen Maßnahmen man am Steuer kann.

Bei diesen Studien haben sich fünf Grundregeln der energiesparenden Fahrweise herauskristallisiert.

1) Durch rechtzeitiges Hochschalten die Motordrehzahl niedrig halten

Die wichtigste Regel, wenn Sie beim Fahren wirklich Energie sparen wollen, ist, die Motordrehzahl so niedrig wie möglich zu halten.

Konkret bedeutet dies zunächst, die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen: Wenn Sie Ihre Geschwindigkeit um 10 km/h reduzieren, verbrauchen Sie einen Liter weniger pro 100 km.

Anschließend sollten Sie darauf achten, hochzuschalten, bevor Sie eine Drehzahl von 2.000 U/min erreichen. Schalten Sie zum Beispiel ruhig in den vierten Gang, wenn Sie 50 km/h schnell fahren. Dieser Reflex begrenzt die Motordrehzahl und senkt damit Ihren erheblich.

Bei Automatikfahrzeugen, die auf unseren Straßen immer häufiger anzutreffen sind, können Sie den „Eco“-Modus wählen oder die Gangschaltung selbst anpassen, um Ihren Verbrauch zu optimieren.

2) Eine gleichmäßige Geschwindigkeit beibehalten

Um Energie zu sparen, ist es nicht nur wichtig, die Geschwindigkeit und die Motordrehzahl zu begrenzen, sondern auch, abruptes Beschleunigen und Abbremsen zu vermeiden.

Denn jede Beschleunigung des Fahrzeugs erweist sich als sehr energieintensiv, während bei gleichbleibender Geschwindigkeit nur sehr wenig Energie verbraucht wird. Studien zufolge kann ein aggressiver Fahrstil – also abruptes Beschleunigen und Bremsen – dazu führen, dass eine fünffache Menge an Treibhausgasen ausgestoßen wird und der Verbrauch (im Stadtverkehr) um bis zu 40 % steigt.

3) Vorausschauendes Fahren

Die dritte Regel, die es zu beachten gilt, hängt mit der vorherigen zusammen: Um nicht ständig beschleunigen und bremsen zu müssen, ist vorausschauendes Fahren unerlässlich. Konkret bedeutet dies, frühzeitig langsam zu bremsen, also lange bevor man sich einem langsameren Fahrzeug nähert, aber auch progressiv zu beschleunigen.

Dank vorausschauendem Fahren können Sie unter anderem:

  • dafür sorgen, dass sich das Fahrzeug selbstständig verlangsamt, indem Sie die Motorbremse nutzen;
  • unnötige Vollbremsungen vermeiden;
  • beim Bergabfahren vom Gas gehen.

4) Wartung des Fahrzeugs

Die richtige Wartung Ihres Wagens ist eine wichtige Maßnahme, wenn Sie im Straßenverkehr Energie sparen möchten. Es gibt mehrere Punkte, die sich erheblich auf Ihren Verbrauch auswirken können:

  • ein falscher Reifendruck kann zu einem Mehrverbrauch von 6 bis 8 % führen;
  • eine veränderte Achsgeometrie kann eine unerwünschte mechanische Beanspruchung und einen erhöhten Verbrauch verursachen;
  • die Vernachlässigung der allgemeinen Wartung der Mechanik kann einen Mehrverbrauch von bis zu 25 % nach sich ziehen.

5) Das Fahrzeuggewicht reduzieren

Eine letzte Regel, die vielleicht als selbstverständlich erscheint: Ein leichteres Fahrzeug verbraucht logischerweise weniger Sprit. Vermeiden Sie es deshalb, schwere Gegenstände im Auto zu lassen, die eigentlich gar nicht dorthin gehören.

Zudem sollten Sie darauf achten, die Aerodynamik des Fahrzeugs nicht zu beeinträchtigen. Eine Dachbox oder gar eine abnehmbare Anhängerkupplung sollten Sie abmontieren, wenn Sie diese nicht brauchen, ansonsten könnte Ihre Energierechnung in die Höhe getrieben werden.

Einige weitere Tipps für eine energiesparende und umweltfreundliche Fahrweise

Zusätzlich zu diesen Grundregeln können Sie noch ein bisschen mehr Energie sparen, wenn Sie ein paar andere einfache Maßnahmen umsetzen:

  • die Klimaanlage mit Bedacht einsetzen, da auch sie Kraftstoff verbraucht;
  • bei Stopps ab 10 Sekunden den Motor ausschalten (oder die Start-Stopp-Funktion Ihres Wagens aktivieren);
  • das volle Potenzial Ihres Bordcomputers nutzen, der Ihnen häufig den besten Zeitpunkt zum Schalten, den Verbrauch in Echtzeit usw. anzeigt.

Beachten Sie auch, dass es immer mehr sparsamere und umweltfreundlichere Antriebssysteme auf dem Markt gibt. Wenn Sie sich für ein Elektrofahrzeug entscheiden, das Sie mit der Energie Ihrer PV-Anlage aufladen, sind Sie fast ohne Kosten unterwegs!

Wenn Sie all diese Tipps umsetzen, dürften Sie schnell beträchtliche Einsparungen bei Ihren Treibstoffkosten feststellen … und Ihren verringern!

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